Demo-Modus — so könnte dein Briefing aussehen.
Zielrennen
Reykjavik Marathon
2026-08-22 · 170 m D+
Zielzeit
2:28:25
Bis zum Rennen
57T
9 Wochen
Aktueller Block
Prognose
2:24:242:35:18
+1 min (170 m D+)
flach: 2:28:35
01

Diese Woche

Ausgegeben Di., 9. Juni, 13:15

Schwelle vollenden. Den Schritt jetzt liefern.

Diese Woche schließt den Aufbau-Block ab — und hat eine einzige, unverhandelbare Aufgabe: die vierte LT2-Rep, die letzte Woche ausblieb, vollständig durchhalten. Die Schwellenkapazität ist aufgebaut, das Fundament aus wochenlanger aerober Arbeit und LT2-Progression trägt — jetzt geht es darum, es zu bestätigen, bevor nächste Woche der Renntempo-Block mit MP-Spezifität übernimmt.

Priorisierung wenn es eng wird: Freitag ist die Schlüsseleinheit — vier Reps, vollständig, kontrolliert. Mittwochs CV-Reps kosten wenig, bringen viel Schärfe — nicht streichen. Der 29-km-Lauf mit 8 km @MP am Sonntag läuft sich leichter als erwartet, wenn Freitag sitzt.

Volumen
95km
+9 km
Qualitätsanteil
56%
Schwelle + CV
Langer Lauf
29km
8 km @MP mittig
Key Sessions
3x
Mi · Fr · So
02

Der Plan

● Mit Garmin synchronisiert
TagEinheitBeschreibungkm
Mo
08.06.
Ruhetag
km
Di
09.06.
Easy-LaufTrainingsschuh
Details
8,4 km locker gleichmäßig @ Z2 (4:25–4:40/km), HR kontrolliert
8,4 km locker gleichmäßig @ Z2 (4:25–4:40/km), HR kontrolliert
8km
Mi
10.06.
Q2 — CV-Intervalle 5×800mRacer
Details
2,5 km WU + 5×800m @ 3:10–3:13/km / 75s Traben + 2 km CD — gesamt 11 km
2,5 km WU + 5×800m @ 3:10–3:13/km / 75s Traben + 2 km CD — gesamt 11 km
11km
Do
11.06.
Easy-Lauf hügeligTrainingsschuh
Details
14 km hügeliges Gelände, leicht progressiv — letztes Drittel auf 4:15–4:25/km anziehen, Z2–Z3
14 km hügeliges Gelände, leicht progressiv — letztes Drittel auf 4:15–4:25/km anziehen, Z2–Z3
14km
Fr
12.06.
Q1 — Schwellenintervalle 4×4km @LT2Racer
Details
3 km WU + 4×4km @ 3:18–3:21/km / 2:00 min Traben + 2 km CD — gesamt 21 km
3 km WU + 4×4km @ 3:18–3:21/km / 2:00 min Traben + 2 km CD — gesamt 21 km
21km
Sa
13.06.
Easy-Lauf RegenerationNeutralschuh
Details
12 km locker @ Z1–Z2 (4:35–5:10/km), letztes Drittel leicht flotter — Beine für LR vorbereiten
12 km locker @ Z1–Z2 (4:35–5:10/km), letztes Drittel leicht flotter — Beine für LR vorbereiten
12km
So
14.06.
Langer Lauf 29 km mit 8 km @MPTrainingsschuh
Details
29 km LR-04: km 1–10 locker @ 4:30–4:50/km · km 11–19 Marathonpace 3:31–3:35/km · km 19–29 locker @ 4:30–4:50/km
29 km LR-04: km 1–10 locker @ 4:30–4:50/km · km 11–19 Marathonpace 3:31–3:35/km · km 19–29 locker @ 4:30–4:50/km
29km
Gesamt6 Einheiten3 key · 3 service95 km
03

Key Sessions

Rationale · Pace · Häufige Fehler
Struktur
Einlaufen2.5 km
Rep 10.8 km @ 3:12/km
Erholung1:15 min
Rep 20.8 km @ 3:12/km
Erholung1:15 min
Rep 30.8 km @ 3:12/km
Erholung1:15 min
Rep 40.8 km @ 3:12/km
Erholung1:15 min
Rep 50.8 km @ 3:12/km
Auslaufen2 km
Gesamt11 km
Zweck

Das CV-Fenster scharf aktivieren — schneller als LT2, aber unterhalb des VO₂max-Territoriums. Fünf kurze Reps mit hohem Qualitätsreiz bei überschaubaren Erholungskosten, damit Freitag frisch angetreten wird.

Ausführung
  • 01Erste Rep bewusst konservativ starten — eher 3:13 als 3:10/km, das Band nach oben ist hart limitiert.
  • 02Traben in den Pausen aktiv halten (~300–350m), nicht gehen — Laktat-Clearance bleibt so aktiv.
  • 03Wenn eine Rep sich bereits bei 600m unkontrollierbar anfühlt: Pace minimal lösen, aber niemals abbrechen.
  • 04Alle fünf Reps sind in ca. 20–22 Minuten absolviert — mentale Portion klein halten.
Häufige Fehler
  • ×Zu schneller Start in Rep 1 — führt zu Paceeinbruch in Rep 4–5 und überschreitet VO₂max-Territorium
  • ×Gehen statt Traben in den Pausen — unterbricht aktive Laktat-Clearance und erhöht nächste Rep-Schwierigkeit
  • ×CV als Aufwärmer für Freitag missbrauchen — Vollgas heute gefährdet die Schlüsseleinheit der Woche
Physiologie

CV-Intervalle (Critical Velocity) stimulieren den oberen Anteil des Laktatstoffwechsels bei ~4–6 mmol/L und erhöhen die mitochondriale Kapazität über AMPK- und Kalziumsignalwege. Die kurze Repelänge von 800m hält die Gesamtakkumulation metabolischer Ermüdung gering, während der Intensitätsreiz klar oberhalb LT2 liegt. Wiederholte Exposition in diesem Intensitätsfenster verbessert die Clearance-Rate von Laktat und schult das neuromuskuläre Muster bei wettkampfnahen Paces. Die 75-Sekunden-Pausen sind kurz genug, um die Laktatakkumulation aufrechtzuerhalten, aber lang genug, um Qualitätspace zu halten.

Studien
Casado et al., Lactate-guided threshold interval training, 2023↳ STUDIE
Fleckenstein et al., Intensified short VO2max intervals, 2025↳ STUDIE
Campos et al., Training-intensity distribution runners, 2022↳ STUDIE
Struktur
Einlaufen3 km
Rep 14 km @ 3:20/km
Erholung2:00 min
Rep 24 km @ 3:20/km
Erholung2:00 min
Rep 34 km @ 3:20/km
Erholung2:00 min
Rep 44 km @ 3:20/km
Auslaufen2 km
Gesamt21 km
Zweck

Schwellenkapazität über Gesamtdistanz vollenden — 16 km @LT2 in einem Satz bestätigen und damit das Fundament für den Renntempo-Block legen. Die vierte Rep war letzte Woche die fehlende: sie ist heute die entscheidende.

Ausführung
  • 01WU letzte 400m progressiv auf Marathonpace anziehen — Körper auf LT2-Reiz vorbereiten, kein Kaltstart.
  • 02Rep 1 und 2 auf 3:20–3:21/km kontrollieren — Reserven für Rep 3 und 4 aufbauen, nicht verpulvern.
  • 03Rep 3 und 4 werden schwerer — das ist Absicht, nicht Fehler. Wenn Pace auf 3:22–3:24/km rutscht: durchhalten statt abbrechen.
  • 04HR in Rep 3–4 bei 163–168 bpm halten — überschreitet sie konstant 168 bpm, kurz auf 3:25/km lösen, dann wieder einsteigen.
Häufige Fehler
  • ×Rep 1 zu schnell angehen (3:16–3:17/km) — Glykogenspeicher früh leeren und Rep 4 gefährden
  • ×Bei 3:22/km in Rep 4 abbrechen statt durchzuhalten — Lieber 3:23 im Ziel als Abbruch bei 3:18
  • ×Pausen zu kurz halten (<100s) — unvollständige Erholung erhöht HR-Drift und untergräbt Qualität der späteren Reps
Physiologie

LT2-Intervalle bei ~3:18–3:21/km setzen den stärksten Schwellenreiz innerhalb eines Mikrozyklus: Die Belastung liegt im Bereich von 3,5–5 mmol/L Blutlaktat und stimuliert maximale mitochondriale Enzymdichte (Citrat-Synthase, β-Hydroxyacyl-CoA-Dehydrogenase) sowie eine Rechtsverschiebung der Laktatkurve. Mit vier Reps à 4 km wird die kritische Schwelle von 16 Qualitätskilometern erreicht, die nach dem LGTIT-Modell die Kapazitätsschwelle für die Vorbereitungsphase darstellt. In Rep 3 und 4 steigen Kerntemperatur und neuromuskuläre Ermüdung — das Signal für tiefe mitochondriale Rekrutierung und die eigentlich wirksame Adaptation. Die HR-Steuerung (163–168 bpm) schützt vor dem Abdriften in anaerob-azide Zonen, die die Erholung überproportional verlängern würden.

Studien
Casado et al., Lactate-guided threshold interval training, 2023↳ STUDIE
Mougin et al., 35 Years of Joyner's Endurance Model, 2026↳ STUDIE
Sperlich et al., Proportional distribution of training by elite endurance athletes, 2023↳ STUDIE
Struktur
Lauf10 km @ 4:10/km
Lauf8 km @ 3:33/km
Lauf10 km @ 4:10/km
Gesamt29 km
Zweck

Marathonpace unter Ermüdung verankern — nach dem Schwellentag Freitag und 55+ km in den Beinen simuliert der MP-Block die spezifische Rennsituation der zweiten Marathonhälfte. Durability und aerobe Effizienz bei Z4-Intensität trainieren.

Ausführung
  • 01Erste 10 km wirklich locker angehen (4:30–4:50/km) — kein vorzeitiger MP-Einsteig, das Einschwingen ist Pflicht.
  • 02MP-Block nicht mit Vollgas starten — die ersten 400m laufen sich von selbst auf Pace, kein Sprint-Einstieg.
  • 03HR im MP-Block bei 163+ bpm kurz lösen und wieder einsteigen — nicht durchbeißen, sondern regulieren.
  • 04Wenn nach km 19 noch Substanz vorhanden: letztes Drittel darf leicht progressiv werden (4:15–4:25/km), muss aber nicht.
Häufige Fehler
  • ×MP-Block zu früh starten (vor km 11) — fehlendes Einschwingen erhöht HR-Drift und Wahrnehmungsintensität deutlich
  • ×Im MP-Block zu schnell einsteigen (3:28/km) — gefährdet Durchhaltefähigkeit bis km 19 und Erholung bis nächste Woche
  • ×Fueling ignorieren — ohne Gel ab km 14 riskiert man einen Glukoseabfall der die letzten 10 km substanziell erschwert
Physiologie

Der Long Run mit mittigem MP-Block trainiert die sogenannte Durability — die Fähigkeit, wettkampfspezifische Intensität unter akkumulierter Ermüdung aufrechtzuerhalten. Nach 10 km aerobem Einschwingen werden Glykogenspeicher bereits partiell beansprucht; die 8 km @MP (3:31–3:35/km) aktivieren nun Z4-Mechanismen unter Vorermüdung: gesteigerte Fettsäureoxidation, erhöhte kardiale Effizienz und neuromuskuläre Rekrutierungsanpassungen. Die HR-Orientierung von 156–163 bpm signalisiert die kritische Schwelle zwischen aerober Effizienz und beginnender Laktatakkumulation. Das abschließende Locker-Segment von km 19–29 trainiert das Metabolisieren von Laktat unter weiter ansteigender Laufdauer — eine der zentralen physiologischen Anforderungen im Marathon.

Studien
Jaén-Carrillo et al., Durability and Physiological Resilience in runners, 2026↳ STUDIE
García-Manso et al., Tactical behavior of high-level male marathon runners, 2021↳ STUDIE
Morton et al., UCI Nutritional Periodization, 2026↳ STUDIE
04

Journal

KW 23
Drei von vier — die offene Rechnung bleibt
87 km
3 key · 3 GA
Lektion

Die CV-Einheit am Mittwoch wurde sauber absolviert, die Schwellenintervalle am Freitag liefen über 3,5 Laps à 4,0 km bei durchschnittlich 3:23/km — das entspricht einer reduzierten Belastung gegenüber dem Zielbereich von 3:18–3:21/km, und die vierte Rep wurde nicht vollständig abgeschlossen. Der lange Lauf am Sonntag kam bei 26,95 km mit kontrollierten Progressionssegmenten und HR max 148 bpm sauber an.

KW 22
GA1-Kontrolle bestätigt — Schwellenarbeit nahe LT1
67 km
2 key · 4 GA
Lektion

Der Lange Lauf Sonntag (19 km @ 4:33/km, HR 133 bpm) lief sehr sauber im GA1-Bereich — konsistente Herzfrequenz über die gesamte Distanz zeigt gute aerobe Kontrolle. Der Mittwochslauf (11,5 km, Hauptlaps 3:39–3:46/km, HR bis 169 bpm) war Schwellenarbeit nahe LT1 — du gehst jetzt auf echtes LT2-Volumen: Pace 3:18–3:21/km wird sich initial deutlich schwerer anfühlen als das, was du zuletzt unter dem Label 'Intervall' gelaufen bist.

KW 21
Saubere Schwelle, ungeplanter Extrareiz
82 km
3 key · 1 ungeplant
Lektion

Q1 Mittwoch lieferte exakt das gewünschte Ergebnis: 4×3 km @ 3:20–3:21/km, HR stabil bei 158–161 bpm, letzter Rep auf 3:20/km gehalten — saubere Schwellenarbeit ohne Drift. Samstag kam jedoch ein ungeplanter Tempoblock (3:54–4:02/km, HR bis 171 bpm) dazu, der das Gesamtvolumen auf 82 km und die Gesamtbelastung über einen normalen Aufbaustimulus hob — was die Recovery-Pflicht diese Woche noch klarer begründet.

KW 20
Zwei Qualitätsimpulse, ein starker Long Run — Belastungstoleranz bewiesen
~77 km
3 key · 2 ok
Lektion

Der So-Progressionslauf (15 km GA1 → 8 km @ 3:56/km) mit stabiler HF zeigte wachsende aerobe Effizienz. Bemerkenswert: zwei Q-Impulse innerhalb von 72h (Mi CV-Reps + Fr Temposteigerung bis LT2) ohne sichtbaren Formeinbruch beim So-Lauf — die Belastungstoleranz ist hoch.

— Ende des Briefings Woche 24